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Schicht vorbei. Abrechnung im Griff.

Bargeld, Marken, Stunden: So behältst du den Überblick.

FBmyfestbase Redaktion
·1. Oktober 2026·4 Min. Lesezeit

Die letzte Runde ist raus, die Tische werden leer und deine Füße haben Feierabend bestellt. Ein Punkt steht noch an: die Abrechnung.

Im Geldbeutel stecken Scheine, Münzen, Marken und vielleicht noch ein Beleg vom Nachmittag. Jetzt hilft eine feste Reihenfolge. So behältst du den Überblick und kannst offene Fragen direkt mit deinem Team klären.

Diese sechs Schritte bringen Ordnung in den Schichtabschluss.

1. Erst die Grundlage: Wer hat wann gearbeitet?

Notiere Datum, Betrieb und die Personen, die zur Abrechnung gehören. Dazu kommen die Arbeitszeiten und Pausen so, wie ihr sie bei euch erfasst.

Trage die Zeiten möglichst direkt ein. Nach einem langen Tag klingt „Ich war ungefähr ab elf da“ vertraut, hilft bei der Abrechnung aber wenig.

Dein Pro-Tipp: Prüft eure Zeiten gemeinsam, bevor ihr mit der Verteilung beginnt. Was jetzt geklärt ist, müsst ihr später nicht im Gruppenchat zusammensuchen.

2. Bargeld zählen. Startbestand im Blick behalten.

Sortiere Scheine und Münzen und zähle sie getrennt. Halte den Bargeldbestand fest, bevor du mit weiteren Rechenschritten loslegst.

Wichtig ist auch das Wechselgeld, mit dem du gestartet bist. Dieser Startbestand – in manchen Betrieben „Stock“ genannt – gehört zur Abrechnung, ist aber keine Einnahme aus deiner Schicht.

Dein Pro-Tipp: Notiere den Startbestand schon vor dem ersten Gast. Beim Abschluss muss klar sein, ob die Vorlage ihn noch abzieht oder ob er bereits herausgerechnet wurde. Einmal berücksichtigen reicht.

3. Marken und Gutscheine sauber sortieren.

Lege Marken und Gutscheine getrennt vom Bargeld ab. Sortiere sie nach den Kategorien, die euer Betrieb für die Abrechnung vorgibt, und notiere die jeweilige Anzahl.

Für die Bewertung zählt der vereinbarte Abrechnungswert. Übernimm deshalb nicht einfach einen aufgedruckten Betrag oder einen Wert aus der letzten Saison.

Dein Pro-Tipp: Nutze während der Schicht einen festen Platz für angenommene Marken. Ein eigenes Fach spart dir am Abend die große Geldbeutel-Ausgrabung.

4. Abzüge und Korrekturen nachvollziehbar festhalten.

Stornos, Auslagen oder andere vereinbarte Abrechnungsposten können den Abschluss verändern. Halte jeweils fest, um welchen Betrag es geht, wofür er steht und ob er schon berücksichtigt wurde.

Auch Begriffe wie „Schlüssel“ müssen bei euch eindeutig erklärt sein. Entscheidend ist, was damit im jeweiligen Betrieb gemeint ist und wie der Betrag in die Abrechnung eingeht.

Dein Pro-Tipp: Schreib zu einer Korrektur einen kurzen Grund dazu. „12 Euro“ lässt Fragen offen. Betrag plus Erklärung lässt sich auch morgen noch nachvollziehen („12 Euro, weil …“).

5. Im Team verteilen: nach der vereinbarten Regel.

Wenn ihr gemeinsam abrechnet, braucht ihr eine klare Grundlage für die Verteilung. Welche Beträge fließen ein? Welche Zeiten zählen? Welchen Verteilungsschlüssel nutzt ihr?

Diese Regeln sollten vor der Schicht bekannt sein. Beim Abschluss setzt ihr sie mit den erfassten Zahlen um.

Ein errechneter Betrag pro Stunde aus einer Teamverteilung ist dabei nicht automatisch dein vereinbarter Stundenlohn. Benennt die Beträge so, dass alle wissen, was gemeint ist.

Dein Pro-Tipp: Haltet für jede Person fest, wie ihre Auszahlung zustande kommt. So kann jeder den eigenen Betrag nachvollziehen.

6. Einmal gemeinsam prüfen, dann abschließen.

Bevor Geld und Unterlagen weitergegeben werden, schaut noch einmal über die Abrechnung:

  • Sind alle Personen und Zeiten erfasst?
  • Stimmt der gezählte Bargeldbestand?
  • Ist der Startbestand genau einmal berücksichtigt?
  • Sind Marken und Gutscheine vollständig erfasst und passend bewertet?
  • Sind Korrekturen erklärt und nur einmal eingerechnet?
  • Entspricht die Verteilung eurer vereinbarten Regel?
  • Ist klar, wer Geld, Marken und Unterlagen übernimmt?

Wenn etwas nicht zusammenpasst, klärt es mit der zuständigen Person. Eine offene Frage lässt sich leichter lösen, solange ihr noch gemeinsam vor den Zahlen sitzt.

Dein Pro-Tipp: Prüft zu zweit, wenn es euer Ablauf vorsieht. Gerade nach einer vollen Schicht hilft ein zweiter Blick.

Für die nächste Schicht: drei Dinge vorbereiten

Eine saubere Abrechnung beginnt schon vor dem Feierabend:

  • Startbestand notieren: Wie viel Wechselgeld nimmst du mit?
  • Marken getrennt sammeln: Wo kommen sie während der Schicht hin?
  • Zeiten und Besonderheiten festhalten: Was muss später in die Abrechnung?

So bleibt am Ende weniger zu rekonstruieren. Und mehr Zeit, die Füße hochzulegen.

Fest steht: Eine gute Abrechnung kann dein Team nachvollziehen. Auch am nächsten Morgen.

Von der Szene. Für die Szene.