Was feststeht

Kleine Marke. Großer Unterschied.

Bier- und Essensmarken im Festzelt: fünf Checks, bevor du sie annimmst.

FBmyfestbase Redaktion
·3. Oktober 2026·3 Min. Lesezeit

Die nächste Runde ist bestellt, am Nebentisch winkt schon jemand und dein Gast legt eine Marke hin. Und nun? Kurz prüfen, dann weiter machen.

Denn Bier- und Essensmarken können ähnlich aussehen und trotzdem für unterschiedliche Betriebe, Leistungen, Festzelte oder Zeiträume gelten. Ein kurzer Check hilft dir, später sauber abzurechnen.

Diese fünf Punkte gehören auf deinen Schirm:

1. Passt die Marke zu deinem Betrieb?

Schau zuerst auf den Namen: Für welches Festzelt, welchen Stand oder welchen Anbieter ist die Marke gedacht?

Gleiches Fest heißt noch lange nicht gleicher Betrieb. Ob ihr Marken von anderen Zelten oder Ständen annehmt, erfährst du bei der Einweisung.

Dein Pro-Tipp: Merke dir die Marken, die bei euch gelten. Bei einer unbekannten Ausgabe fragst du kurz nach, bevor du sie annimmst. Das spart Diskussionen am Tisch und Rückfragen bei der Abrechnung.

2. Was bekommt der Gast dafür?

Bier, Hendl oder ein bestimmter Betrag? Lies, welche Leistung und Menge auf der Marke stehen. Das Motiv allein reicht nicht.

Eine Biermarke gilt nicht automatisch für jedes Getränk. Und eine Essensmarke muss nicht die ganze Bestellung abdecken.

Dein Pro-Tipp: Kläre vor der Schicht, wie ihr mit anderen Bestellungen und möglichen Aufpreisen umgeht. Sag deinem Gast vorab, was die Marke abdeckt und was gegebenenfalls dazukommt.

3. Ist das Bedienungsgeld enthalten?

Ein kleines Detail auf der Marke kann beim Kassieren den Unterschied machen: Ist das Bedienungsgeld dabei oder kommt es extra dazu?

Schau auf die Angabe und halte dich an die aktuelle Regelung deines Betriebs. Kläre bei der Einweisung, wann du zusätzlich kassierst und welcher Betrag gilt.

Dein Pro-Tipp: Wenn Bedienungsgeld dazukommt, sprich es vor dem Bezahlen an. Zum Beispiel: „Bei dieser Marke kommt das Bedienungsgeld noch dazu.“ Kurz, freundlich, klar.

4. Gilt die Marke noch?

Jahr, Datum und Hinweise zur Einlösung: Schau nach, ob die Ausgabe aktuell ist.

Für ältere Marken kann es eigene Regeln geben, etwa eine Anrechnung oder einen Aufpreis. Was in der letzten Saison galt, kann sich geändert haben.

Dein Pro-Tipp: Nutze die aktuellen Informationen deines Betriebs. Bei einer älteren Ausgabe klärst du zuerst, ob und wie ihr sie annehmt.

5. Sieht sie aus wie das Original?

Lass dir vor deiner ersten Schicht die gültigen Originalmarken zeigen. Achte auf Papier, Druck, Beschriftung und die Merkmale, die euer Betrieb zur Prüfung nutzt.

Eine Nummerierung oder ein Hologramm kann dazugehören. Welche Merkmale zählen, hängt von der jeweiligen Ausgabe ab.

Dein Pro-Tipp: Fällt dir etwas auf, lass die Marke prüfen. Bleib dabei sachlich: Eine ungewöhnliche Marke ist noch kein Beweis für eine Fälschung.

Zum Gast passt: „Ich lasse die Marke kurz prüfen, dann wissen wir, ob wir sie hier annehmen können.“

Vor der Schicht: einmal klären, sicher starten

  • Welche Marken nehmen wir an?
  • Für welche Leistungen und Mengen gelten sie?
  • Wann kommt Bedienungsgeld dazu – und wie viel?
  • Was gilt für ältere Ausgaben und Marken anderer Betriebe?
  • Woran erkenne ich die gültigen Originale?
  • Wen frage ich, wenn etwas unklar ist?
  • Wo sammle und sortiere ich die Marken für die Abrechnung?

Sammle angenommene Marken direkt so, wie es bei euch vorgesehen ist. Der Feierabend ist schöner ohne Suchaktion im Geldbeutel.

Fest steht: Du musst nicht jede Marke kennen. Du solltest wissen, welche bei euch gelten.

Von der Szene. Für die Szene.